UKM Logopädie - Fragen an Studierende

Maike - warum hast Du Dich für das ausbildungsintegrierte Studium Therapie- und Gesundheitsmanagement - Logopädie in Münster entschieden?

Schon von klein auf war ich sehr begeistert vom Musizieren und Singen. Daher habe ich nach einem Studium gesucht, in dem die Stimme im Fokus steht. Und ich wollte unbedingt einen sozialen Beruf ausüben, in dem ich andere Menschen unterstütze. Schnell war klar: all das vereint der Beruf der Logopädin. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Studienplatz gemacht. Durch verschiedene Praktika wurde der Wunsch als Logopädin zu arbeiten noch größer. Da das Berufsfeld bisher noch nicht akademisiert ist, schien ein ausbildungsorientiertes Studium perfekt zu sein. Ich habe mich in Hannover, Ulm, Osnabrück und Münster beworben. Die Zusage kam dann für Münster. Darüber war ich sehr froh, da die Logopädieschule in Münster staatlich ist. Und natürlich ist Münster auch eine sehr attraktive Stadt für Studierende.

Wie ist die Aufteilung zwischen Theorie und Praxis organisiert?

Die meiste Zeit verbringen wir in der Schule für Logopädie im Bereich der Klinik für Phoniatrie des UKM. Ab dem zweiten Semester haben wir angefangen wöchentlich zu therapieren. Alle Studierenden beginnen im ersten Schritt mit Kindersprache-Therapien. Ab dem ersten Semester gibt es auch schon die Möglichkeit zu hospitieren – also bei anderen Therapien der höheren Semester zuzuschauen. Für die Planung der Therapien habe ich immer viel Zeit gebraucht, da für jede Therapie ein Therapieplan erstellt wird. Zudem reflektieren wir nach jeder Therapiestunde die Therapie. In regelmäßigen Abständen setzen wir uns mit dem Supervisor oder der Supervisorin (Lehrlogopäden) zusammen und besprechen die Fortschritte der Therapie. Generell hat die Anzahl der Patienten, die wir behandeln, innerhalb der Ausbildungszeit zugenommen. Ab dem vierten Semester behandeln wir auch erwachsene Patienten. In den zehn Wochen Semesterferien der FH-Münster steht im Sommer ein sechswöchiges und im Winter ein dreiwöchiges Praktikum an. Die Praktikumsplätze können selbst gewählt und müssen auch selbst organisiert werden. Man sollte mindestens ein Praktikum in einer klinischen Einrichtung machen.
 

Was findest Du besonders spannend in Deinem Studium?

Besonders spannend war für mich zu sehen, wie man sich in den drei Jahren entwickeln kann. Sei es der theoretische Umgang mit logopädischen Themen oder die Kompetenzen, die man sich selbst erarbeitet. Es war schön zu sehen, wie andere Kommilitonen ihre Therapien machen und durch das Beobachten zu lernen. Mich haben besonders der Aphasie-Unterricht und das Arbeiten mit erwachsenen Patienten geprägt und interessiert.

Wie groß sind die Lerngruppen?

Unser Kurs bestand zu Beginn aus 16 Leuten. Man ist also in einer kleinen familiären Arbeitsgruppe unterwegs. Wenn mal ein Problem in der Therapie oder bei jeglichem logopädischen (oder auch privaten) Thema aufgetreten ist, konnten wir mit fast jedem darüber sprechen. 

Wie hoch ist das Arbeitspensum?

Das Arbeitspensum ist hoch - das sollte man nicht unterschätzen. Besonders durch die vielen selbstorganisierten Therapieplanungen, das selbstorganisierte Lernen und den vollen Stundenplan ist der Lernanspruch hoch. Durchhaltevermögen ist also definitiv gefordert.

Wo möchtest Du später nach dem Bachelorabschluss arbeiten?

Ich möchte gerne in einem Rehabilitationszentrum mit dem Schwerpunkt auf der logopädischen Therapie neurologischer Erkrankungen arbeiten.

 
 
 
 

Kontakt

Leitende Lehrlogopädin
Helga Breitbach-Snowdon

Sekretariat
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48149 Münster

T 0251 83-56883
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